Jule

Expeditionsleiterin & Backoffice

Es gibt sehr wohl schlechtes Wetter, trotz guter Kleidung.

Aufgabengebiete

Tourenplanung, Community-Events, Expeditionsleitung

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Über mich

Mein Outdoorwerdegang
Ich hatte das große Glück, schon von Kindesbeinen an mit Zelt und Rucksack in entlegenen Regionen Urlaub machen zu dürfen – auch wenn ich es damals sicher nicht immer als „Glück“ empfunden habe. Aber das Ganze hat wohl doch seine Spuren hinterlassen, und heute kann ich mir keine Reise mehr ohne Wildnis und zwickenden Hüftgurt vorstellen. Um die Welt von einer naturwissenschaftlichen Seite zu begreifen, studierte ich erst Umweltmanagement und aktuell Geologie und Geographie. Die Berge zogen mich bald nach Innsbruck, wo ich die Ausbildung zur Tiroler Bergwanderführerin abschloss und hier allen möglichen Outdoor-Aktivitäten nacheifere. Vom knietiefen Sumpf bis zu hochalpinen Schotterwüsten kann ich jeder Landschaft ihre Schönheit abgewinnen – Sommer wie Winter. Am meisten geht mir das Herz aber in einsamen, rauen Fjell-Landschaften des Nordens auf. (Was allerdings auch daran liegt, dass ich Hitze nicht gut aushalte und lieber Strecke mache als Höhenmeter.)
Mit frischen 18 Jahren stand ich auf meiner ersten Solo-Reise mit einem wahnsinnig sympathischen Guide vor dem Franz-Joseph-Gletscher und bekam eine tolle Führung über das lokale Ökosystem und die Gletscher. Da hat’s mich gepackt, und ich dachte: DAS will ich machen! Mit meiner Leidenschaft für unsere Welt andere Menschen anstecken! Dieser Gedanke ließ mich nicht mehr los – and now we’re here. Ich glaube fest daran, dass durch intensive Naturerfahrungen die persönliche Naturverbundenheit und damit auch das Umweltbewusstsein steigt. Und im nächsten Schritt vielleicht eine Motivation entsteht, sich für Naturschutz und Nachhaltigkeit einzusetzen. Außerdem tut Trekking einfach so verdammt gut für Körper und Seele!
Ich muss zugeben – Dreckwetter macht mir Spaß. Auch wenn ich im horizontalen Schneesturm oder bei der nicht enden wollenden Flussdurchquerung im 4 °C kalten Gletscherwasser schon des Öfteren meine Lebensentscheidungen hinterfragt habe. Einen der eher spaßigen Momente gab es auf der letzten Sarek-Expedition: Wir hatten einige Tage Regen, unter 5 °C – und wirklich kalte Füße. Lena sagte irgendwann beiläufig, dass sie ihre Zehen seit drei Tagen nicht mehr spüre. Da gingen bei mir natürlich die Erfrierungs-Alarmglocken an. Sobald wir im Zelt saßen, stürzte ich mich also auf ihre Zehen und versuchte, sie mit meinen (ebenso kalten) Händen zu wärmen. Lena schaute mich gerührt an und sagte: „Das ist zwar furchtbar lieb, bringt aber überhaupt nichts.“ Also ging ich dazu über, die blauen Zehen anzuhauchen. Lena warnte mich schnell: „Achtung, geh nicht zu nah ran, die stinken!“, worauf ich nur antwortete: „Ich bin erkältet, ich riech eh nix!“. Wir lachten beiden ganz laut und die Kälte war vergessen. Und so macht man kalte Füße und eine Erkältung zu einer Win-win-Situation!
In der Geologie ist es Gang und Gebe, an Steinen zu lecken um Salze zu identifizieren. Also bitte nicht wundern, wenn ich ab und zu am Geröll knabbere. Das ist gute wissenschaftliche Praxis. Danke.
Sekunden bis das Feuer brennt
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Steine pro Tour gesammelt
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ExpeditionXplore
Team