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Fünfzehn Tage Äthiopien. Neue Trekkingetappen in den Bale Mountains und ein Brückenbau, der für die Menschen in der Gurage-Region einen konkreten Unterschied machen kann.
Von Addis Abeba reisen wir über Hawassa in die Bale Mountains. Dort brechen wir für vier Tage mit Zelt und Rucksack auf. Gemeinsam mit unseren lokalen Guides erproben wir neue Etappen und passen unsere Route an das Wetter und die Bedingungen vor Ort an. Rund um den Tullu Dimtu, einen der höchsten Berge Äthiopiens, durchqueren wir afroalpine Hochflächen und tief eingeschnittene Täler. In dieser besonderen Landschaft leben Äthiopische Wölfe, Bergnyalas und zahlreiche endemische Arten.
Über Ziway führt uns die Reise anschließend in die Gurage-Region. Zwischen tiefen Schluchten verbindet eine einfache Behelfsbrücke mehrere Siedlungen mit Märkten, medizinischer Versorgung und benachbarten Gemeinden. Gemeinsam mit den Menschen vor Ort arbeiten wir drei Tage lang an einem sicheren Neubau.
Diese Expedition ist für uns ein Herzensstück. Sie verbindet das Erkunden neuer Wege mit einem Projekt, dessen Nutzen in der Region bleibt. Gleichzeitig schaffen Begegnungen, die äthiopische Küche und das gemeinsame Unterwegssein einen persönlichen Einblick in dieses vielfältige Land.
Das Expeditionsziel
Wenn wir in abgelegene Regionen reisen, möchten wir nicht nur Eindrücke mitnehmen. Wir möchten dort, wo es sinnvoll und gemeinsam mit den Menschen vor Ort möglich ist, etwas Konkretes beitragen. In der Gurage-Region bedeutet das den Neubau einer Brücke, die für mehrere Haushalte Teil ihres täglichen Weges ist.
Die bestehende Konstruktion besteht aus feuchten, teilweise stark zersetzten Holzstämmen. Die Lauffläche ist unregelmäßig und rutschig, ein Geländer fehlt vollständig. Besonders während der Regenzeit steigt der Fluss stark an. Dann wird die Überquerung für Menschen und Nutztiere gefährlich, während ein Umweg durch die tief eingeschnittene Landschaft kaum möglich ist. Familien können zeitweise von Märkten, Nachbarschaften und medizinischer Hilfe abgeschnitten werden.
Das Vorhaben wurde mit Gemeindesprecher:innen und der Bezirksleitung in Hawariat abgestimmt. Gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung und unserem Partner SimienEcoTours wollen wir die alte Konstruktion zurückbauen und eine neue, etwa acht Meter lange und zwei Meter breite Brücke errichten. Drei kräftige Längsbalken aus lokal verfügbarem Eukalyptusholz bilden die Basis. Darauf entsteht eine geschlossene Lauffläche aus stabilen Querhölzern. Ein festes Geländer soll die Überquerung sicherer machen und auch beim Viehtrieb Schutz geben.
Die Konstruktion wird höher angelegt als die bisherige Brücke, damit während der Regenzeit mehr Wasser unter ihr hindurchfließen kann und das Risiko von Unterspülungen sinkt. Belastbare Verbindungen und, sofern vor Ort erhältlich, ein geeigneter Holzschutz sollen die Lebensdauer zusätzlich erhöhen. Die genaue Ausführung passen wir gemeinsam mit den Verantwortlichen vor Ort an die tatsächlichen Bedingungen und verfügbaren Materialien an.
Wir finanzieren die benötigten Materialien und bringen unsere Zeit und Arbeitskraft ein. Entscheidend ist dabei, dass die Brücke kein von außen vorgegebenes Bauwerk wird. Planung, Umsetzung und Verantwortung entstehen gemeinsam mit den Menschen, die sie später täglich nutzen. So soll aus einem gefährlichen Provisorium eine verlässliche Verbindung werden.
Brückenbau in Gurage
Eine Brücke wirkt auf den ersten Blick wie ein kleines Infrastrukturprojekt. In einer Region mit tiefen Schluchten kann sie jedoch darüber entscheiden, ob ein Markt, eine Nachbarschaft oder medizinische Hilfe erreichbar bleibt. Genau darin liegt die Bedeutung dieses Projekts. Es geht nicht nur darum, zwei Ufer zu verbinden, sondern Wege im Alltag dauerhaft sicherer zu machen.
Der Expeditionsablauf
Tag 1: Ankunft in Addis Abeba
Tag 2: Fahrt nach Hawassa und Weiterfahrt in die Bale Mountains
Tag 3–6: Expedition in den Bale Mountains
Tag 7-8: Transfer in die Gurage Region und Erkundung vor Ort
Tag 9-12: Brückenkonstruktion mit Lokals
Tag 13-14: Transfer nach Addis Abeba via Lake Wenchi
Tag 15: Abreise aus Addis Abeda
Wir treffen uns in Addis Abeba. Nach der Ankunft nutzen wir den ersten Tag, um uns als Team kennenzulernen, die Ausrüstung zu prüfen und letzte Vorbereitungen zu treffen. Am nächsten Morgen verlassen wir die Hauptstadt und fahren in Richtung Hawassa. Unterwegs legen wir einen Zwischenstopp im Abijatta-Shalla-Nationalpark ein. In Hawassa endet der Tag mit einer Bootstour am See, bevor wir am folgenden Morgen weiter in die Bale Mountains aufbrechen.
Mit dem Erreichen des Hochlands beginnt der erste Expeditionsteil. Nach einer kürzeren Einstiegsetappe schlagen wir unser Camp auf und bewegen uns in den folgenden Tagen tiefer in die Berglandschaft hinein. Die Route ist bewusst nicht bis ins letzte Detail festgeschrieben. Wir möchten gemeinsam mit unseren lokalen Guides neue Etappen erproben und dort unterwegs sein, wo nur wenige andere Reisende hinkommen. Wetter, Wegzustand und die Situation vor Ort bestimmen mit, wie unsere genaue Linie verläuft. Für vier Tage tragen wir unsere persönliche Ausrüstung und Teile der Gruppenausrüstung selbst und schlafen im Zelt.
Nach dem Trekking fahren wir über Ziway in die Gurage-Region. Dort wechseln wir erneut vom Fahrzeug auf unsere eigenen Füße. Zwei Wandertage führen uns durch die von Hochebenen und tiefen Tälern geprägte Kulturlandschaft bis zum Projektgebiet. In der Nähe der Brücke errichten wir unser Camp und beginnen gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung mit dem Rückbau der alten Konstruktion und dem Neubau.
Drei Projekttage sind für die Brücke vorgesehen. Wie bei jedem Bauvorhaben können Materialverfügbarkeit, Wetter und die Bedingungen vor Ort Anpassungen erfordern. Genau darin liegt ein Teil des Expeditionscharakters. Wir planen sorgfältig, packen gemeinsam an und reagieren als Team auf das, was uns vor Ort begegnet.
Nach Abschluss der Projekttage fahren wir über Woliso zum Lake Wenchi. Dort lassen wir die körperlich und emotional intensiven Tage ruhiger ausklingen, bevor wir nach Addis Abeba zurückkehren. Am fünfzehnten Tag endet die gemeinsame Expedition.
Du möchtest nach der Expedition noch mehr von Äthiopien kennenlernen? Unser lokaler Partner SimienEcoTours kann auf Wunsch individuelle Anschlussprogramme organisieren, zum Beispiel nach Lalibela oder in die Danakil-Senke. Diese Verlängerungen werden nicht von ExpeditionXplore angeboten und sind nicht Teil unserer Expedition. Beratung, Buchung, Durchführung und Abrechnung erfolgen direkt über SimienEcoTours.
27.11. – 11.12.2027
3280,- €
Das ist im Preis enthalten:
Unterkunft
Verpflegung
Erfahrene Guides
Sicherheitsausrüstung
Transportkosten vor Ort
Unterstützung lokaler Initiative
Unterkunft
Verpflegung
Erfahrene Guides
Sicherheitsausrüstung
Transportkosten vor Ort
Unterstützung lokaler Initiative
Nicht inbegriffen: Flüge sowie An- und Abreise zum und vom Treffpunkt, Krankenversicherung, Reiserücktrittsversicherung, Restaurantbesuche vor Ort, Visum (falls notwendig)
Voraussetzungen
Fitness
Du kannst mit einem voll beladenen Trekkingrucksack Tagesetappen von bis zu etwa 15 Kilometern bewältigen und hast danach noch Energie für den Aufbau des Camps und das gemeinsame Kochen. Mehrere Tage in größerer Höhe und die körperliche Arbeit beim Brückenbau fordern zusätzlich Kraft und Ausdauer. Du bereitest dich gezielt auf die Expedition vor und hast bereits Erfahrung mit mehrtägigen Wanderungen.
Orientierung
Du findest dich in einer fremden Umgebung mit einfacher Infrastruktur zurecht und übernimmst Verantwortung für dich und deine Ausrüstung.
Stressresistenz
Lange Fahrtage, wechselndes Wetter, Müdigkeit, einfache Unterkünfte und spontane Planänderungen gehören zu dieser Reise. Du bleibst auch dann ruhig und handlungsfähig, wenn ein Weg anders verläuft als gedacht, Material später eintrifft oder ein Tagesziel angepasst werden muss.
Trittsicherheit
Wir bewegen uns teilweise auf wenig begangenen oder neu zusammengestellten Etappen. Unebene Wege, steilere Passagen, Geröll, nasser Boden und weglose Abschnitte sind möglich. Du bist trittsicher, kannst dich über mehrere Stunden konzentriert im Gelände bewegen.
Teamfähigkeit
Diese Expedition funktioniert nur gemeinsam. Wir teilen Gruppenausrüstung, bauen unsere Camps zusammen auf, kochen miteinander und arbeiten beim Brückenbau Seite an Seite mit Menschen aus der Region. Du kommunizierst offen und respektvoll, stellst das Wohl der Gruppe über persönliche Bequemlichkeit und bist bereit, dort mit anzupacken, wo Hilfe gebraucht wird.
Abenteuerlust
Du möchtest Äthiopien nicht nur besuchen, sondern dich wirklich auf das Land, die Menschen und die Unvorhersehbarkeit einer Expedition einlassen. Du brauchst keinen perfekt vorbereiteten Weg, um dich auf eine Etappe zu freuen, und kannst auch einfachen oder ungemütlichen Momenten etwas abgewinnen.

Eva Z.
Schwierigkeitsgrad
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Das Team
Fotograf:innenplatz
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Begleite unsere Expedition, halte unvergessliche Momente fest und teile deine Bilder mit unserem Team. Du bekommt einen Rabatt auf die Tour. Die Höhe des Rabatts orientiert sich an deiner Erfahrung sowie an der jeweiligen Expedition. Die genaue Ausgestaltung klären wir individuell im persönlichen Gespräch.
Was du wissen solltest
Nein. Handwerkliche oder bautechnische Erfahrung ist hilfreich, aber keine Voraussetzung. Die Arbeiten werden vorbereitet, vor Ort angeleitet und nach Fähigkeiten verteilt. Wichtig sind sorgfältiges Arbeiten, Teamgeist und die Bereitschaft, Sicherheitsanweisungen konsequent einzuhalten. Niemand übernimmt Aufgaben, für die er oder sie nicht eingewiesen wurde.
Deine persönliche Trekking- und Campingausrüstung bringst du größtenteils selbst mit. Dazu gehören wetterfeste Kleidung, eingelaufene Wanderschuhe, ein geeigneter Trekkingrucksack, Schlafsack, Isomatte und nach Absprache ein Zelt. Rechtzeitig vor der Expedition erhältst du eine detaillierte Packliste.
Falls dir einzelne Ausrüstungsgegenstände fehlen, sprich uns an. In Einzelfällen können wir Leihmaterial bereitstellen oder dich bei der Auswahl unterstützen. Gruppenausrüstung und die für das Projekt benötigten Werkzeuge und Sicherheitsmittel werden gemeinsam organisiert.
Zwischen den größeren Städten sind die Wege lang und die Infrastruktur ist deutlich einfacher als in Mitteleuropa. Während der Trekkingetappen und in Teilen der Gurage-Region sind wir weit von Krankenhäusern, gut ausgebauten Straßen und verlässlichem Mobilfunkempfang entfernt. Eine Rettung oder medizinische Versorgung kann deshalb Zeit in Anspruch nehmen.
Unsere Expedition wird gemeinsam mit erfahrenen lokalen Guides geplant. Wir führen geeignete Erste-Hilfe- und Sicherheitsausrüstung mit und passen die Route an Wetter, Zugänglichkeit und die Situation vor Ort an. Trotzdem bleibt eine Reise in abgelegene Regionen mit Risiken verbunden. Eigenverantwortung und das Befolgen der Anweisungen der Guides sind deshalb unerlässlich.
Nein. Die Verpflegung während des Expeditionsprogramms ist im Preis enthalten. Während der Trekkingtage tragen und kochen wir unser Essen gemeinsam. Dafür stellen wir einen leichten, nahrhaften und praktikablen Essensplan zusammen. Außerhalb des Trekkings lernen wir auch die äthiopische Küche kennen und essen je nach Tagesablauf in unseren Unterkünften oder bei lokalen Gastgeber:innen.
Wir versuchen, vegetarische und vegane Ernährung sowie Allergien und Unverträglichkeiten bestmöglich zu berücksichtigen. Teile uns deine Bedürfnisse bitte frühzeitig mit. Deine persönlichen Lieblingssnacks und Energieriegel kannst du zusätzlich mitbringen.
In Addis Abeba, Hawassa, Ziway und am Lake Wenchi übernachten wir in einfachen Hotels, Hostels oder Gästehäusern. Während der Trekkingetappen in den Bale Mountains, auf dem Weg durch die Gurage-Region und während des Brückenprojekts schlafen wir im Zelt. In der Regel teilen sich zwei Personen ein Zelt, damit wir Gewicht und Gruppenausrüstung sinnvoll verteilen können. Alle vorgesehenen Übernachtungen sind im Reisepreis enthalten.
Treffpunkt und Ende der Expedition sind in Addis Abeba. Dein Zielflughafen ist der Bole International Airport in Addis Abeba. Die internationale An- und Abreise organisierst du selbst. Wir unterstützen dich gerne mit Empfehlungen und stimmen die Ankunftszeiten innerhalb der Gruppe ab. Alle Transporte des gemeinsamen Expeditionsprogramms ab und bis Addis Abeba sind im Preis enthalten.
Die Expedition ist körperlich fordernd. Während des Trekkings bist du mehrere Tage mit vollem Rucksack in größerer Höhe unterwegs und bewältigst Etappen von bis zu etwa 15 Kilometern. Hinzu kommen zwei Wandertage in der Gurage-Region und drei Projekttage, an denen wir körperlich arbeiten.
Entscheidend sind eine gute Grundausdauer, Erfahrung mit mehrtägigen Touren und die Bereitschaft, auch nach einem langen Tag Aufgaben im Camp zu übernehmen. Wenn du unsicher bist, besprechen wir deine bisherigen Erfahrungen und eine passende Vorbereitung gerne persönlich.
Unser Konzept
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